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„Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser" zitieren die Frauen der Ratsfraktionen von SPD und Grünen den Chef der Telekom, René Obermann. Anlass für den deutlichen Hinweis ist der jetzt erschienene Frauenförderplan der Stadt Münster. „Mit satten drei Jahren Verzögerung hat uns dieser Plan erreicht und das Ergebnis entspricht nicht dem Stand der Geschlechterdiskussion", erklären die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Anne Schulze Wintzler sowie die grünen Ratsfrauen Rita Stein-Redent und Brigitte Hasenjürgen.
So sei das Ziel eines Frauenförderplanes unter anderem, Maßnahmen zu planen, um die Anzahl von Frauen, die in der Stadtverwaltung arbeiten, zu erhöhen. Das gelte vor allem für die höheren Gehaltsgruppen. „Denn dort ist der Frauenanteil nachwievor gering und in den letzten Jahren ist so gut wie nichts passiert", fasst Stein-Redent die Ergebnisse der letzten sechs Jahre zusammen. „Es wird Zeit, in Münster mehr Schwung in die Frauenförderung zu bringen", ergänzt Hasenjürgen.
Grund genug für die rot-grünen Ratsfrauen, umfassende Änderungen beim zukünftigen Frauenförderplan zu verlangen. Als besonders wichtig wird dabei zunächst eine umfassende, gründliche Analyse der Entgeltunterschiede von Männern und Frauen in der Stadtverwaltung erachtet, um Ursachen für diese Unterschiede zu erkennen. Aufgedeckt werden müsse auch, warum in bestimmten Kommunalbereichen überwiegend Männer und nur wenig Frauen vertreten sind, so Schulze Wintzler. Aber auch bei den Männer gibt es nach Ansicht von SPD und Grünen Nachholbedarf: ihr Wunsch nach Teilzeitarbeit soll befördert werden.
Wesentliche Ansprüche aus dem Landesgleichstellungsgesetz wollen die rot-grünen Fraktionsfrauen mit ihrem Forderungskatalog noch besonders betonen. „Manchmal braucht man vielleicht noch einmal einen deutlichen Hinweis, dass Frauenförderung nicht nur wichtig für die Stadt, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben ist", so das Frauentrio. Immerhin sei bei einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey festgestellt worden, dass Unternehmen mit hohem Frauenanteil im Management im Schnitt 48 Prozent mehr Gewinne einfahren. „Schaden könnte uns ein hoher Frauenanteil in der derzeitigen Haushaltslage also sicher nicht", ist Schulze Wintzler überzeugt, die abschließend darauf hinweist, dass der Gleichstellungsausschuss in der letzten Woche einstimmig fast alle Änderungen übernommen habe. Die Ratssitzung am Mittwoch werde das endgültige Ergebnis zeigen.
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