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„Wir Grünen bedauern sehr, dass auch nach der Landtagswahl die FDP die Polarisierung in der Schulpolitik offenbar weiter fortsetzen will", kommentiert GAL-Ratsfrau Annette Kemper Äußerungen des FDP-Ratsherrn Sebastian Steinzen, der vor einem neuen Schulkrieg warnt. Steinzen solle zur Kenntnis nehmen, dass die neue Landesregierung an einer einvernehmlichen Schulpolitik gelegen ist und ausdrücklich alle Landtagsfraktionen und beteiligten Akteurinnen und Akteure, d.h. auch die Eltern und SchülerInnen, eingeladen hat, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen.
Und die sei unbedingt erforderlich. Die Abwahl von Schwarzgelb sei auch auf die Unzufriedenheit der Eltern sowie Schülerinnen und Schüler mit der bisherigen Schulpolitik zurückzuführen, so Kemper. Das verwundere deshalb nicht, weil das nordrhein-westfälische Schulsystem offenkundig den Anforderungen der Zukunft nicht gewachsen sei. In allen Vergleichsstudien sei deutlich geworden, dass der Bildungserfolg viel zu sehr vom sozialen Stand der Eltern abhänge. Das können wir uns nicht leisten, dass immer noch Kinder und Jugendliche abgehängt werden, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. „Das macht doch deutlich, dass hier in NRW Handlungsbedarf besteht. Auch der im Vergleich zu anderen NRW-Kommunen hohe Anteil von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen macht deutlich, dass gerade auch hier in Münster noch viel getan werden muss." Die FDP aber auch die CDU seien schlecht beraten, sich jetzt einem einvernehmlichen Vorgehen zu verweigern und weiter die Polarisierung zu suchen.
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