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Vor wenigen Tagen hat sich in der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau der bisher schwerste Störfall ereignet. In der Anlage wurde das hochgefährliche Uranhexafluorid frei. Dabei wurde erstmals ein Mensch verstrahlt. Unklar ist der Gesundheitszustand des Betroffenen, der mittlerweile in der Nuklearmedizinischen Klinik in Jülich beobachtet wird.
Aus diesem Anlass rufen Bündnis 90 / Die Grünen in Münster nachdrücklich dazu auf, sich an der Demonstration des "Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen" am Samstag, dem 30. Januar, in Gronau zu beteiligen. „Dieser Störfall in nächster Nähe zeigt, wie unberechenbar und gefährlich Atomanlagen sind. Der Urenco-Konzern muss jetzt alle Fakten auf den Tisch legen", fordert Svenja Liehr, Vorstandssprecherin des Kreisverbandes. Viele Details des Unfalls sind bis heute unbekannt. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Freisetzung ionisierender Strahlung. Das Aktionsbündnis Münsterland fordert die Stilllegung der Anreicherungsanlage und den sofortigen Atomausstieg.
Die Auftaktkundgebung beginnt am Samstag um 12.00 Uhr am Gronauer Bahnhof. Für Studierende ist Gronau mit dem Semesterticket bzw. NRW-Ticket der WWU kostenlos zu erreichen.
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