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"Es ist schon ein ausgesprochen schlechter Stil, wenn der Staatsekretär für Gesundheit und Soziales, Prof. Winter, den Beschluss zur Verlagerung des Krebsregisters NRW in der Presse verkündet und gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender dieser Einrichtung es nicht nötig hält diese über die Pläne der Landesregierung zu informieren", kritisiert Ratsfrau Maria Klein-Schmeink die jüngste Entscheidung der Landesregierung.
Noch im April hatte sich der zuständige Landtagsausschuss vor Ort über die Arbeit informiert. Zu dem Zeitpunkt hatte man kein Wort über die Pläne verloren. "Diese Landesregierung verweigert nicht ohne Grund die inhaltliche Auseinandersetzung vor Ort und mit den Sachverständigen, denn sie kann durch inhaltliche Argumentation nicht überzeugen. Das Krebsregister NRW befindet sich noch in der Aufbauphase, kann aber auf die jahrzehnte Aufbauarbeit des Krebsregisters für den Regierungsbezirk Münster zurückgreifen. All das wird jetzt durch die klammheimliche Entscheidung gefährdet." Diese reihe sich ein in eine Serie von Entscheidungen der CDU-FDP-Landesregierung gegen den Standort Münster. Erneut würden durch politischen Beschluss ca. 80 Arbeitsplätze aus Münster abgezogen.
"Für die Verlagerung des Krebsregisters ist eine Gesetzesänderung notwendig, Frau Kastner und Prof. Sternberg können also auf die Entscheidung Einfluss nehmen", fordert Klein-Schmeink beide Abgeordneten auf, sich für den Standort Münster einzusetzen.
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