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SPD und Grüne zum Bahnhofsgebäude: Kein Grund, das Projekt vorzeitig zu beerdigen

Veröffentlicht am 14. Juli 2010

„Die Kirche im Dorf und den Hiltruper Bahnhof an den Gleisen lassen", kommentiert der planungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Karl-Heinz Winter die aktuelle Diskussion über das Ergebnis der Wohn+Stadtbau GmbH zur Sanierung des Bahnhofs. Carsten Peters, Ratsherr der Grünen und er sehen noch nicht das Ende des Bahnhofsgebäudes in Hiltrup gekommen. Der Versuch, mit dem Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e. V. (VSE) als Mieter eine Sanierung durch die städtische Wohn+Stadtbau zu erreichen, scheine an dem zu geringen Mietvolumen des VSE zu scheitern. „ Die Wohn+Stadtbau kann nicht die Versäumnisse der Stadt, die den Bahnhof ein Jahrzehnt hat verfallen lassen, übernehmen", so Peters, der auch Bezirksvertreter ist.

Die Kostenermittlung der städtischen Wohnungsbaufirma ist für beide Ratsherren nur ein Punkt ihres Ratsantrags vom 9.März des Jahres. Die Stadt Münster sei nun am Zuge, eine übergreifende Antwort zu geben. Dazu gehören nach ihrer Auffassung der Einsatz von Denkmalpflegemitteln und Stellplatzabgabemittel für den angedachten Radstationsbereich ebenso, wie die Frage eines Ausgleich für die Unterlassung der Instandhaltung. Die Verwaltung sei jetzt dabei, eine entsprechende Vorlage an den Rat zu fertigen, so Winter. „Nach den Sommerferien mit der angekündigten Vorlage sehen wir weiter", sind beide überzeugt. Auch das es noch einen interessierten Investor gebe, stützt ihre Erwartung, doch einen Weg für den Erhalt des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes zu finden. „Erinnern möchten wir auch an die Wahlkampfversprechen des heutigen Oberbürgermeisters. Schließlich hat der damalige Oberbürgermeisterkandidat Markus Lewe vor einem Jahr im Wahlkampf öffentlich zugesagt, einige Millionen Euro für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes in die Hand zu nehmen", so Winter und Peters.

Es gebe darüber hinaus auch keinen ernsthaften Grund, die Drohgebärde „Gebäudeabriss"  in die Öffentlichkeit zu tragen, vielmehr sollten gemeinsam Lösungen gesucht werden, eines der wenigen historischen Gebäude Hiltrups zu erhalten und sinnvoll zu nutzen. „Hierfür ist schon viel zu viel Zeit vergangen, die der Substanz des Gebäudes nicht eben genutzt hat."  Die Bezirksvertretung Hiltrup habe zudem zweimal einstimmig bekräftigt, mit dem VSE das Projekt realisieren zu wollen.

Eine deutliche Absage erteilen SPD und  Grüne einer neuerlichen Ausschreibung mit dem Versuch, eine sechsstellige Summe aus dem Verkauf zu erlösen. „Das dies nicht zu erzielen ist, sollte sich allmählich herumgesprochen haben. Schon die erste Ausschreibung hat die Entwicklung um ein Jahr zurückgeworfen."

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