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Irgendwann kurz vor Schluss der vom Verein „Zukunft Hafen" organisierten Bürgerversammlung lässt sich der ansonsten so sachliche Christof Bernard dann doch zu einer kritischen Bemerkung gegenüber der Verwaltung hinreißen. „Die Bürger in Münster werden ja sonst so gut wie nie gefragt", orakelt der erste Vorsitzende des vor wenigen Wochen gegründeten Zusammenschlusses. „Aber jetzt passiert´s!"
Die Grünen werden wohl den Unterschied bei der Landtagswahl in NRW machen. Union und SPD sind auf die Umweltpartei angewiesen, wenn sie eine große Koalition in Düsseldorf vermeiden wollen. Auch der Verlierer steht schon vor dem Wahltag fest.
Wenn er da so auf der Bühne steht, schneidig im Anzug, leger immer eine Hand in der Hosentasche, souverän in jeder Bewegung, dann könnte man - rein optisch - durchaus geneigt sein, Jürgen Trittin für einen Vertreter zu halten. Einen Vertreter der Parteien, die der Bundesvorstand der Grünen derzeit im nordrhein-westfälischen Wahlkampf hart bekämpft.
Mehr als 4.000 Unterschriften, etwa 500 schriftliche Einwendungen, über 30 Bürgeranträge und unzählige Leserbriefe: Dass all diese kritischen Stellungnahmen das „Ja“ der Ratsmehrheit zur Zentrumserweiterung Kinderhaus nicht relativieren konnten, darauf reagieren die Mitglieder der Initiativgruppe um Sprecherin Hannelore Lewejohann mit Unverständnis und Empörung.
Allen Gerüchten zum Trotz: Das Sechs-Parteien- Bündnis im Rat funktioniert noch. Die Ratsherren Wolfgang Heuer (SPD), Gerhard Joksch (Grüne) und Raimund Köhn (Linke) stellten gestern im Rathaus gemeinsam einen Antrag zum Bau eines neuen Südbades vor.
Münsters Grüne blicken mit Zuversicht auf den 9. Mai: Damit die Landtagswahlen ein Erfolg werden, füllen sie das Wahlkampf-Programm mit viel Prominenz, basisnaher Organisation und einer – natürlich – farblich angepassten Couch.
Nein, über die Möglichkeit einer schwarz-grünen Landesregierung möchte die GAL-Landtagskandidatin Josefine Paul am liebsten gar nicht reden. „Wir streben die Ablösung der amtierenden Landesregierung an, das umfasst den schwarzen und den gelben Teil."
Frisch bezogen ist das Ikea-Sofa, strahlt statt in Blumenmustern nun in sattem Lindgrün. Ob das nach der Landtagswahl noch so sein wird, darf man bezweifeln. Denn das Möbel aus der grünen Geschäftsstelle wird bis zum 9. Mai von einem Außentermin zum nächsten geschleppt: Auf dem Sofa spielt sich ein großer Teil des Wahlkampfs der münsterschen Grünen ab.
Seine letzte Ratssitzung: Als Geste großer Wertschätzung spendeten alle Fraktionen Berthold Tillmann minutenlang Standing Ovations. Einer von denen, der da zu Ehren des OB aus ehrlichem Empfinden kräftig mitklatschte, war Hery Klas, Fraktionschef der Grünen.
Münsters Grüne sehen gelb. Nein, eine Verbrüderung mit der FDP steht nicht bevor. Eher das Gegenteil. Die Partei möchte in den kommenden Tagen flächendeckend in der Stadt gelbe Plakate im Design der Bürgerinitiative gegen die Musikhalle kleben.
Überall, landauf landab, beklagt man politisches Desinteresse. Das Gegenmittel, so heißt es stets, sei Bürgernähe, das Recht auf Mitsprache für den Einzelnen. „Mehr direkte Demokratie in Münster“ lautet daher der Leitspruch jener Kampagne, mit der Münsters Grüne zu mehr Mitbestimmung aufrufen.
Die Grünen, ansonsten ein eher diskussionsbewusstes Völkchen, verspürten am Abend auf komplizierte Sachverhalte anscheinend nur wenig Lust. So folgten die Mitglieder dem beschwörenden Appell ihrer scheidenden Sprecherin Josefine Paul, „kein neues Fass“ aufzumachen.
Im Sog der weltweiten Finanzkrise droht die einst zweitgrößte Investmentbank Australiens zu scheitern. Babcock & Brown Ltd (B&B) bestellte freiwillig einen Insolvenzverwalter, nachdem Investoren aus Neuseeland einen Rettungsplan der mit drei Milliarden australischen Dollar (1,5 Mrd. Euro) verschuldeten Bank abgelehnt hatten. Der Aktienhandel war seit Januar ausgesetzt.
Aus die Maus für einen Discounter, in den Fall ist es ein Lidl-Markt, auf dem ehemaligen Guttermann-Gelände. Wie die Koalitionspartner CDU und FDP soeben erklärten, werden sie der dafür notwendigen vorhabenbezogenen Änderung des Bebauungsplanes nicht zustimmen. Keine Mehrheit für einen geänderten Plan, kein weiterer Supermarkt - das ist die Gleichung.
Bildung, Klima, Verkehr, soziale Gerechtigkeit - unter diesen Vorzeichen widmen sich die Grünen im Rat dem Etatentwurf 2009. Ein Zahlenwerk mit „miserablen Kennziffern“, so Fraktionssprecher Hery Klas, und ein mit „alarmierenden 40 Mio. Euro“ notorisch untergedeckter Haushalt.
Über vier Stunden diskutierten die Grünen kontrovers ihr Kommunalwahlprogramm: Über besetzte Häuser, Kulturzentren und zuletzt die Umbenennung von Straßen in Münster stritt man. Dabei mussten prominente Politiker der Grünen einige Schlappen einstecken.
Münster - Während der Investor Timon versucht, möglichen Geldgebern den Neubau des Hauptbahnhofs schmackhaft zu machen, mehren sich in Münster die Zweifel, ob das Projekt in seiner jetzigen Form überhaupt rentabel ist. „Bei 80 Millionen Euro Baukosten nur 12000 Quadratmeter Gewerbefläche - eine solche Anfrage kann eine Bank nur ablehnen", ist ein mit dem münsterischen Gewerbeimmobilienmarkt bestens vertrauter Makler überzeugt.