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Allen Gerüchten zum Trotz: Das Sechs-Parteien- Bündnis im Rat funktioniert noch. Die Ratsherren Wolfgang Heuer (SPD), Gerhard Joksch (Grüne) und Raimund Köhn (Linke) stellten gestern im Rathaus gemeinsam einen Antrag zum Bau eines neuen Südbades vor.
Fast untergegangen ist eine positive Nachricht für Handorf. Auf Antrag der GRÜNEN hob der Finanzausschuss den monatlichen Zuschuss für den Trägerverein des Bürgerbades auf 11.000 € an. Damit korrigierten die GRÜNEN in Absprache mit SPD und Linken eine CDU-Initiative aus dem Sportausschuss, die dem Verein lediglich eine Monatsförderung von 8.000 € eingeräumt hatte. Der Betriebskostenzuschuss soll dem Bürgerverein die Weiterführung des Handorfer Bades ermöglichen.
„Aus dem Hause Bundeswirtschaftsministers Guttenberg, der ja heute in Münster weilt, stammt eine Giftliste, deren Umsetzung einen sozialen Kahlschlag ohnegleichen bedeutet und die direkt nach der Bundestagswahl das Handeln einer schwarz-gelben Koalition bestimmen würde. Die Dementis von Frau Merkel und Herr Guttenberg der letzten Wochen sind verlogen - denn: „ALLE Vorschläge aus diesem Papier finden sich bereits im Grundsatzprogramm der CDU von 2007. Das, was Guttenberg als ‚blanken Unsinn' abtut, ist die Blaupause schwarz-gelber Politik: Verhinderung von Mindestlöhnen, Abbau des Kündigungsschutzes, Einführung einer Kopfpauschale, Erhöhung der Mehrwertsteuer", wirft die grüne Bundestagskandidatin Maria Klein-Schmeink diesen Parteien Wählertäuschung vor.

Der Münster-Marathon naht, am 13.9.2009 ist es soweit. Bündnis 90/Die Grünen/GAL KV Münster beteiligen sich mit zwei Staffeln und die Grüne Jugend mit den KakteensprinterInnen. Und üben natürlich auch. Noch frisch nach dem Trainingslauf: Stefan Kubel, Rainer Bode, Sabine Kubel, Maria Klein-Schmeink und Klaus Rosenau (v.l.n.r.).
„Schön, wenn die Dreifachsporthalle in Roxel bereits 2010 fertig wird, das ist auch für uns ein Grund zur Freude", erklärt die grüne Ratsfrau Brigitte von Schoenebeck zu den jüngsten Presseberichten über das Projekt.
„Ein neues Südbad ist eine öffentliche Aufgabe, aber kein Investorenprojekt, bei dem neben Luxuswohnungen höchstens eine etwas größere Badwanne abfällt", beschreibt Harald Wölter, Kandidat der Grünen für die Ratswahl am 30. August im Südviertel die Position seiner Partei zum Südbad. Auch Wolfgang Wiemers, grüner Bewerber um ein Ratsmandat im Wahlkreis Düesberg, kann sich mit dem Investorenplan nicht anfreunden: „Wir brauchen ein Bad für Familien, für Schulen und für Vereine und kein Minibad, in dem man weder schwimmen lernen noch Sport treiben und auch nicht einfach nur planschen kann."
„Das Vorhaben misslingt schon rein rechnerisch" kritisiert Harald Wölter, grüner Bewerber für den Rat im Südviertel, die von OB-Kandidat Markus Lewe kürzlich vorgelegten Pläne für eine Investorenbebauung mit neuem Südbad. Die Grünen haben überprüft, ob der Lewe-Plan (25-Meter-Becken mit zwei Wohngebäuden und Tiefgarage) auf dem Südbad-Grundstück umsetzbar ist. Ergebnis: Der Lewe-Plan benötigt rd. 600 qm Grundstücksfläche mehr als vorhanden ist. „Das eine der beiden Wohngebäude steht zum Teil auf der Freifläche des Kindergartens", erklärt Wölter dazu.
„Wir werden uns dafür stark machen, dem USC den im städtischen Haushaltsentwurf mit Sperrvermerk eingestellten Zuschuss nun endlich als verlorenen Zuschuss zu gewähren. Das von uns geforderte Entschuldungskonzept liegt vor und ist nachvollziehbar solide", stellt GAL-Fraktionssprecher Hery Klas nach einem Gespräch mit USC-Präsidenten Matthias Fell fest. Fell hatte deutlich gemacht, dass die finanziellen Probleme der Unabhängigen aus Kostensteigerungen beim Umbau der städtischen Halle Berg Fidel resultieren. Für die sei der Verein nicht verantwortlich zu machen.
„Es ist für uns selbstverständlich, dass wir einen ausgesprochenen Sympathieträger unserer Stadt nicht hängen lassen!" Klare Worte des sportpolitischen Sprechers der GAL-Ratsfraktion. Ratsherr Manfred Kehr erläutert den Grünen Haushaltsantrag, der am 11. März in den Sportausschuss eingebracht werden soll. „Wir werden uns demnächst vom Vereinsvorstand das Entschuldungskonzept erläutern lassen und dann eine endgültige Entscheidung fällen. Solange wollen wir die in Frage stehenden 200.000,-€ mit einem Sperrvermerk versehen."
„Wir werden die Einrichtung eines Sportinternates in Zusammenhang mit dem Pascal-Gymnasium weiter konstruktiv begleiten!" bilanzierte Ludger Tovar das Ergebnis der GRÜNEN- Fraktionssitzung am vergangenen Montag. Der Sportpolitiker der GAL unterstrich noch einmal, die GAL sehe in diesem Projekt eine große Chance für Münsters Sport. Die GRÜNEN teilen dabei die Einschätzung der Sportverwaltung, die bei drei möglichen Standorten die „Einmietung" in das Lettische Gymnasium favorisiert. Tovar: „Diese Option ist die kostengünstigste und planerisch die risikoärmste. Sie hat obendrein den unschätzbaren Vorteil, schnell umsetzbar zu sein!"