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„Die Kirche im Dorf und den Hiltruper Bahnhof an den Gleisen lassen", kommentiert der planungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Karl-Heinz Winter die aktuelle Diskussion über das Ergebnis der Wohn+Stadtbau GmbH zur Sanierung des Bahnhofs. Carsten Peters, Ratsherr der Grünen und er sehen noch nicht das Ende des Bahnhofsgebäudes in Hiltrup gekommen. Der Versuch, mit dem Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e. V. (VSE) als Mieter eine Sanierung durch die städtische Wohn+Stadtbau zu erreichen, scheine an dem zu geringen Mietvolumen des VSE zu scheitern. „ Die Wohn+Stadtbau kann nicht die Versäumnisse der Stadt, die den Bahnhof ein Jahrzehnt hat verfallen lassen, übernehmen", so Peters, der auch Bezirksvertreter ist.
Münsters Grüne sehen weiterhin erheblichen Diskussionsbedarf im Zusammenhang mit der beabsichtigten Ansiedlung eines großflächigen Einzelhandels der Firma Stroetmann im Hafen. Daher fordern die Grünen, dass zunächst im Hafenforum Anwohnern, Geschäftsleuten, Nutzern und allen Interessierten die Pläne vorgestellt werden und die Ergebnisse dieser Diskussion in die weiteren Planungen einfließen.
Münsters Grüne gehen davon aus, dass auch nach der OVG-Entscheidung vom gestrigen Montag das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Politisch bleibt das Projekt nach wie vor falsch", stellen GAL-Ratsherr Carsten Peters und der Fraktionsvorsitzender der Grünen in der BV-Nord Thomas Möller fest.
„Wer sich einen Vorgeschmack auf das Industriegebiet in Amelsbüren verschaffen möchte, fahre einmal mit offenen Augen durch das Münsterland. Hier finden sich zahlreiche Industriegebiete mit sofort zur Verfügung stehenden Flächen - baureif, billig und nicht nachgefragt", so die Ratsmitglieder der Grünen, Hery Klas und Carsten Peters. Beide erneuerten angesichts des Spatenstichs für das Baugebiet Amelsbüren ihre Kritik. „Das Konzept des Industriegebietes in Amelsbüren haben wir aus grundsätzlichen wirtschaftspolitischen und ökologischen Gründen abgelehnt", so Klas und Peters.
Das Ausschreibungsverfahren zur Vermarktung des Hiltruper Bahnhofsgebäudes hat aus Sicht der Grünen zu dem erwartbaren Ergebnis geführt: Es gibt keine Bewerbungen. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Wohn- und Stadtbau das Gebäude übernimmt, saniert und an den VSE und ggf. weitere Nutzer vermietet. Die Wohn- und Stadtbau hat die Kompetenz und Erfahrung, dies umzusetzen. Ein Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes ist kein Thema", so GAL- Bezirksvertreter Carsten Peters.
Zu den jüngsten Äußerungen von Oberbürgermeister Lewe bei der Eröffnung der Stubengassenbebauung erklärt GAL-Ratsherr Gerhard Joksch:
Die Grünen halten die Bebauung des Stubengassenplatzes für einen unverzeihlichen Fehler. Bei der damaligen Diskussion im Rat stellten die Grünen alternativ zum letztendlich beschlossenen Bebauungsplan ihren Antrag auf Schaffung eines Parks zur Abstimmung. Vergeblich, wie ein Blick heute auf die Stubengasse zeigt. Nicht nur die Grünen halten das für eine vertane Chance für Münster. Um auf diesen Fehler hinzuweisen, haben die Grünen jetzt mit einem Plakat die heutige Situation und den nicht umgesetzten Park dargestellt.
Die Planungen des Studentenwerks für das Studentenheim „Böselburg" finden großen Anklang bei GAL-Ratsfrau Helga Bennink, vor allem hinsichtlich des vorgesehenen „studentischen Wohnens mit Kindern". „Nicht zuletzt der demografische Wandel spricht aus unserer Sicht dafür, die Attraktivität der Universitätsstadt Münster für Studierende zu steigern. Ein Baustein dafür ist bezahlbarer Wohnung an einem attraktiven Standort während und nach der Studienzeit, um junge Familien in Münster zu halten. Dazu ist es erforderlich, dass die Studierenden auch über das Studium hinaus an ihrem gewohnten Lebensstandort eine Familie gründen oder bereits dort lebende Kinder in ihrem gewohnten Umfeld weiterhin aufwachsen können."
In den Kommunalwahlprogrammen aller Parteien des Münsterlandes wird vielfach gefordert, dass das Münsterland sich stärker als Region profilieren muss. Aber bei der konkreten Gestaltung der Region gehen die politischen Vorstellungen weit auseinander und dies aus Sicht der GRÜNEN zum Schaden des ganzen Münsterlandes.
Seit Mitte Juni steht fest, dass die Ausschreibung für die Bebauung des OSMO-Geländes vor der Sommerpause nicht kommen wird. Die Grünen haben dies zum Anlass genommen, ihre Forderung nach Erhalt eines großen Teils der OSMO-Hallen für die Münsteranerinnen und Münsteraner zu bekräftigen.
Es ist immer wieder ärgerlich, wenn aus der Stadtverwaltung Informationen an MedienvertreterInnen weitergegeben werden, Rat und Ausschüsse aber uninformiert bleiben. GAL-Fraktionssprecher Hery Klas verfasste darum folgendes Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann:
Auch wenn sich die Ratsmehrheit über die Bedenken der Kinderhauser hinweggesetzt hat, unterstützen die Münsteraner Grünen weiter die Bürgerinitiative gegen die Zentrumserweiterung in Kinderhaus. GAL-Ratsherr Carsten Peters: „Mehr als 4.000 Unterschriften und über 500 schriftliche Einwendungen gegen die Erweiterung des Zentrums am Idenbrockplatz in Kinderhaus sprechen eine deutliche Sprache und die Argumente der BI verdienen nach wie vor Gehör."
Die jüngste Hausbesetzung und der Wunsch der jungen Leute, ein soziales Zentrum u.a. mit Konzert- und Partyangebot einzurichten, weist ein weiteres Mal auf ein von den Grünen seit langem thematisiertes Problem hin: Der derzeitige Bebauungsplan läßt kulturelle Nutzungen in dem Gebiet am Mittelhafen nicht zu. GAL-Ratsherr Carsten Peters: "Schon seit längerem bemühen sich die Grünen um eine Veränderung des Bebauungsplans, um Neuansiedlungen gewerblicher Art, kulturelle Nutzungen (u. a. Jovel) im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zu erreichen. Bisheriges Resultat: Verwaltung und die anderen Parteien lehnen das ab - unter Verweis auf das benachbarte Gefahrengutlager."
„Das Rumgeeiere der Münsteraner Sozialdemokraten ist unerträglich!" GAL-Ratsherr und BV-Nord-Vertreter Manfred Kehr kann angesichts der Meinungswechsel innerhalb der SPD nur noch mit dem Kopf schütteln. „Noch in der letzten Woche hat SPD-Nord Fraktionschef Jochen Frese allen 515 Einwendern gegen die Erweiterung des Zentrums Kinderhaus eine klare Absage erteilt. Allen SPD-Fraktionsmitgliedern sei klar, dass Kinderhaus diese strukturpolitische Maßnahme mit Verkaufsflächenerweiterungen und Straßenverlegungen dringend nötig habe. Nur drei Tage später wird munter umgeschwenkt."
Die Ausschreibung für die Bebauung des OSMO-Geländes wird vor der Sommerpause nicht kommen, soviel steht nunmehr fest. Die Grünen haben indes ihre Forderung erneuert, einen großen Teil der OSMO-Hallen für die Münsteranerinnen und Münsteraner zu erhalten.