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"Wir würden es sehr bedauern, wenn die Gesellschafterversammlung des Krebsregisters sich nun doch noch für eine Standortverlagerung zum geplanten Gesundheitscampus aussprechen würde. Fachlich ist eine solche Standortverlagerung nicht zu begründen, sondern man muss mit erheblichen Personalfluktuationen und dem Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern rechnen, die aus persönlichen Gründen nicht erhebliche Anfahrtszeiten ins Ruhrgebiet hinnehmen können oder wollen", kommentiert Ratsfrau und Bundestagskandidatin der Grünen Maria Klein-Schmeink Meldungen in den Medien zum Standortwechsel des Krebsregisters.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass es nun in Münster eine Gewaltopferambulanz in der Rechtsmedizin gibt, in der professionell belastbare Beweise für eine Gewalttat gesichert und archiviert werden, um sie ggf. in einem späteren Verfahren nutzen zu können. Es darf aber nicht sein, dass Opfer von (häuslicher) Gewalt, die sich direkt oder durch Vermittlung einer (Frauen-) Beratungsstelle an die Gewaltopferambulanz wenden, 60 € für die Dokumentation von Verletzungen und die Sicherung von Spuren und Beweismaterialien bezahlen müssen - auch wenn sie noch nicht zur Strafanzeige entschieden sind", ist für GAL-Ratsfrau Jutta Möllers nach dem Fraktionsgespräch mit Prof. Dr. med. Heidi Pfeiffer, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster, klar. Die Krankenkassen zahlen in diesen Fällen nicht, da die Beweiserhebung nicht kurativ also heilend ist. Anders verhält es sich, wenn die Strafverfolgungsbehörden oder Gerichte die Rechtsmedizin beauftragen. Diese bekommen als Auftraggeber eine Rechnung.
"Es ist schon ein ausgesprochen schlechter Stil, wenn der Staatsekretär für Gesundheit und Soziales, Prof. Winter, den Beschluss zur Verlagerung des Krebsregisters NRW in der Presse verkündet und gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender dieser Einrichtung es nicht nötig hält diese über die Pläne der Landesregierung zu informieren", kritisiert Ratsfrau Maria Klein-Schmeink die jüngste Entscheidung der Landesregierung.