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In Kinderhaus stehen in den nächsten Jahren wichtige und langfristige Entscheidungen an, die maßgeblich sein werden, wie sich dieser Stadtteil in den nächsten Jahrzehnten entwickelt.
Münsters Grüne gehen davon aus, dass auch nach der OVG-Entscheidung vom gestrigen Montag das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Politisch bleibt das Projekt nach wie vor falsch", stellen GAL-Ratsherr Carsten Peters und der Fraktionsvorsitzender der Grünen in der BV-Nord Thomas Möller fest.
„Wer sich einen Vorgeschmack auf das Industriegebiet in Amelsbüren verschaffen möchte, fahre einmal mit offenen Augen durch das Münsterland. Hier finden sich zahlreiche Industriegebiete mit sofort zur Verfügung stehenden Flächen - baureif, billig und nicht nachgefragt", so die Ratsmitglieder der Grünen, Hery Klas und Carsten Peters. Beide erneuerten angesichts des Spatenstichs für das Baugebiet Amelsbüren ihre Kritik. „Das Konzept des Industriegebietes in Amelsbüren haben wir aus grundsätzlichen wirtschaftspolitischen und ökologischen Gründen abgelehnt", so Klas und Peters.
Das Ausschreibungsverfahren zur Vermarktung des Hiltruper Bahnhofsgebäudes hat aus Sicht der Grünen zu dem erwartbaren Ergebnis geführt: Es gibt keine Bewerbungen. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Wohn- und Stadtbau das Gebäude übernimmt, saniert und an den VSE und ggf. weitere Nutzer vermietet. Die Wohn- und Stadtbau hat die Kompetenz und Erfahrung, dies umzusetzen. Ein Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes ist kein Thema", so GAL- Bezirksvertreter Carsten Peters.
"Die Debatte in der Bezirksvertretung vom Donnerstag hat eines deutlich gemacht: Wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Brückenbereich. Hierzu gehört die Prinzbrücke genauso wie Verbesserungen für die Unterführung, z.B. eine bessere Ausleuchtung des Tunnel- und des Bahnhofsumfeldes. Die vorhandenen Vorschläge sollten dann in einer Anhörung der Hiltruper BürgerInnen vorgestellt und diskutiert werden. Die voreilige Festlegung auf die Rad- und Fußwege über die große Brücke ist falsch", so Bezirksvertreter Carsten Peters (Grüne).
Zu den jüngsten Äußerungen von Oberbürgermeister Lewe bei der Eröffnung der Stubengassenbebauung erklärt GAL-Ratsherr Gerhard Joksch:
Die Grünen halten die Bebauung des Stubengassenplatzes für einen unverzeihlichen Fehler. Bei der damaligen Diskussion im Rat stellten die Grünen alternativ zum letztendlich beschlossenen Bebauungsplan ihren Antrag auf Schaffung eines Parks zur Abstimmung. Vergeblich, wie ein Blick heute auf die Stubengasse zeigt. Nicht nur die Grünen halten das für eine vertane Chance für Münster. Um auf diesen Fehler hinzuweisen, haben die Grünen jetzt mit einem Plakat die heutige Situation und den nicht umgesetzten Park dargestellt.
„Die Heroldstraße soll den Anliegern dienen und den Verkehr innerhalb von Mecklenbeck bewältigen, sie darf nicht zur Westtangente für ganz Münster werden." Anke Pallas, Bewerberin der GAL für den Wahlkreis Albachten und ihr Kollege Gerhard Joksch, der für den Wahlkreis Mecklenbeck kandidiert, machen deutlich, dass sie die Verkehrsprobleme in den Wohngebieten südlich der DB-Strecken Wanne - Emden und MS - Coesfeld ohne den geplanten Straßen- und Tunnelbau lösen möchten. „Den Durchgangsverkehr auf der Heroldstraße unterbinden und die Schließzeiten der Schranken durch örtliche Bedienung verkürzen", beschreibt Joksch die grüne Alternative zu den mehr als 14 Mio. € teuren Plänen der Stadt.
Die Planungen des Studentenwerks für das Studentenheim „Böselburg" finden großen Anklang bei GAL-Ratsfrau Helga Bennink, vor allem hinsichtlich des vorgesehenen „studentischen Wohnens mit Kindern". „Nicht zuletzt der demografische Wandel spricht aus unserer Sicht dafür, die Attraktivität der Universitätsstadt Münster für Studierende zu steigern. Ein Baustein dafür ist bezahlbarer Wohnung an einem attraktiven Standort während und nach der Studienzeit, um junge Familien in Münster zu halten. Dazu ist es erforderlich, dass die Studierenden auch über das Studium hinaus an ihrem gewohnten Lebensstandort eine Familie gründen oder bereits dort lebende Kinder in ihrem gewohnten Umfeld weiterhin aufwachsen können."
Jetzt hängt im Münsteraner Norden die klare Botschaft „Keine Zentrumserweiterung in Kinderhaus". Damit machen die Münsteraner Grünen noch mal ihre klare Ablehnung gegen die geplante Erweiterung deutlich.
In den Kommunalwahlprogrammen aller Parteien des Münsterlandes wird vielfach gefordert, dass das Münsterland sich stärker als Region profilieren muss. Aber bei der konkreten Gestaltung der Region gehen die politischen Vorstellungen weit auseinander und dies aus Sicht der GRÜNEN zum Schaden des ganzen Münsterlandes.
Seit Mitte Juni steht fest, dass die Ausschreibung für die Bebauung des OSMO-Geländes vor der Sommerpause nicht kommen wird. Die Grünen haben dies zum Anlass genommen, ihre Forderung nach Erhalt eines großen Teils der OSMO-Hallen für die Münsteranerinnen und Münsteraner zu bekräftigen.
Immer mehr Autos zwängen sich durch Europas Metropolen, verursachen Stau, Schmutz und Lärm. City-Maut und Elektromobile allein schaffen keine Abhilfe. Das Fahrrad ist unschlagbar wirtschaftlich und klimafreundlich.
Es ist immer wieder ärgerlich, wenn aus der Stadtverwaltung Informationen an MedienvertreterInnen weitergegeben werden, Rat und Ausschüsse aber uninformiert bleiben. GAL-Fraktionssprecher Hery Klas verfasste darum folgendes Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann:
Auch wenn sich die Ratsmehrheit über die Bedenken der Kinderhauser hinweggesetzt hat, unterstützen die Münsteraner Grünen weiter die Bürgerinitiative gegen die Zentrumserweiterung in Kinderhaus. GAL-Ratsherr Carsten Peters: „Mehr als 4.000 Unterschriften und über 500 schriftliche Einwendungen gegen die Erweiterung des Zentrums am Idenbrockplatz in Kinderhaus sprechen eine deutliche Sprache und die Argumente der BI verdienen nach wie vor Gehör."
Die jüngste Hausbesetzung und der Wunsch der jungen Leute, ein soziales Zentrum u.a. mit Konzert- und Partyangebot einzurichten, weist ein weiteres Mal auf ein von den Grünen seit langem thematisiertes Problem hin: Der derzeitige Bebauungsplan läßt kulturelle Nutzungen in dem Gebiet am Mittelhafen nicht zu. GAL-Ratsherr Carsten Peters: "Schon seit längerem bemühen sich die Grünen um eine Veränderung des Bebauungsplans, um Neuansiedlungen gewerblicher Art, kulturelle Nutzungen (u. a. Jovel) im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zu erreichen. Bisheriges Resultat: Verwaltung und die anderen Parteien lehnen das ab - unter Verweis auf das benachbarte Gefahrengutlager."
Die nächste Landtagswahl findet am 9. Mai 2010 statt.
Die Münsteraner KandidatInnen sind: